Hund und Hitze

Hund und Hitze: 7 wichtige Tipps für Hundehalter im Sommer

Nicht nur uns Menschen kann die Hitze im Sommer zu schaffen machen, auch unser Hund hechelt wie wild, wenn die Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke liegen. Was also können wir tun, um Gassirunde & Co. für unseren Vierbeiner erträglicher zu machen? Eine ganze Menge! Die besten Tipps für den Umgang mit deinem Hund bei Hitze haben wir hier für dich zusammengestellt. 

7 Tipps für deinen Hund, wenn er Hitze ausgesetzt ist

Fast alle von uns kennen den Spruch "Hunde können nicht schwitzen" – aber stimmt das wirklich? Nicht ganz! Ein paar Schweißdrüsen besitzt dein Vierbeiner nämlich doch und zwar an den Pfoten. Ihre Körpertemperatur regulieren Hunde aber trotzdem hauptsächlich über das Hecheln. Und das funktioniert unglaublich gut: Während ein Hund bei normaler Temperatur und im Ruhezustand rund 30 Atemzüge pro Minute macht, kann er die Frequenz bei Bedarf auf bis zu 400 Atemzüge steigern. 

Alles Hecheln nützt aber nichts, wenn die Hitze zu groß wird. Gerade Hunde mit dunklem und dichten Fell leiden dann besonders. Umso besser, wenn du jetzt ein paar grundlegende Tipps kennst, die die Hitze für deinen Hund etwas erträglicher machen: 

1. Den Hund bitte niemals im Auto lassen

Dass wir unsere Hunde im Sommer nicht allein im Auto zurücklassen, versteht sich sicher von selbst. Da es aber immer wieder vorkommt, hier noch einmal die wichtigste Regel zuerst: Den Hund bitte niemals allein im Auto lassen! Selbst bei geöffnetem Fenster, im Schatten parkend und auch wenn es nur für wenige Minuten sein soll – der Aufenthalt im Wagen kann für einen Hund lebensgefährlich werden. 

Bei einer Außentemperatur von 30 °C steigt die Innentemperatur im Fahrzeug bereits nach 5 Minuten auf 34 °C an, nach 10 Minuten auf 37 °C und nach einer halben Stunde liegt die Temperatur bereits bei unerträglichen und höchst gefährlichen 46 °C. 

2. DIY-Wassereis für deinen Hund

Viele Hunde lieben es, wenn man ihr normales Trockenfutter im Sommer mit etwas Wasser vermischt, es in eine geeignete Form füllt und für ein paar Stunden ins Gefrierfach legt. Das Wassereis schmeckt und ist die perfekte Abkühlung. 

Auch lecker für unsere Vierbeiner: Kühles Joghurt-Wasser. Viele Hunde sind ganz verrückt danach, wenn du ihr Wasser mit etwas kühlem Naturjoghurt aufpeppst. Gerade die eher trinkfaulen Hunde lassen sich mit diesem Trick oftmals zum Trinken verleiten. Mehr erfrischende Hundeeis-Rezepte findest du in unserem Artikel „Heiß auf Hundeeis: Erfrischende Rezepte für Vierbeiner“.

3. Gassirunden nur morgens und abends

Mit deinem Hund während der sengenden Mittagshitze Gassi zu gehen, macht im Sommer wenig Sinn. Zum einen, weil die Temperaturen genau dann oft am höchsten sind, zum anderen, weil sich der Asphalt besonders heiß anfühlt und sich dein Hund leicht die Pfoten verbrennt. Nutze lieber die kühleren Morgen- oder Abendstunden für deine Gassirunde. 

Wenn es schon die Mittagszeit sein muss, dann weiche lieber an natürlich kühle Plätze wie beispielsweise den Wald aus. Hier spenden Bäume Schatten und dein Hund freut sich über den kühlen Waldboden unter seinen Pfoten. 

4. Wie wär's mit einer neuen Frisur?

Ein frisch gestutztes Fell kann erheblich dazu beitragen, dass der Hund es im Sommer etwas kühler hat. Das kommt natürlich ganz auf die Rasse an. Wichtig ist, dem Hund nicht zu viel Haar wegzunehmen, da es gleichzeitig auch als Sonnenschutz dient. In jedem Fall solltest du deinem Hund aber die lose Unterwolle im Fellwechsel herauskämmen. Dazu eignen sich spezielle Hundebürsten, die du in jedem gut sortierten Haustiermarkt findest. Mehr zum Thema Fellwechsel kannst du übrigens in unserem Artikel „Fellwechsel beim Hund - das musst du beachten“ nachlesen!

5. Clevere Abkühlung dank Kühlweste oder Kühldecke

Wie schön wäre es, eine Klimaanlage für den Hund immer dabei zu haben. So abwegig ist das tatsächlich nicht, denn spezielle Kühlwesten für Hunde haben einen ganz ähnlichen Effekt. Die Weste wird einfach vor dem Anziehen zu Hause unter dem Wasserhahn nass gemacht oder unterwegs immer wieder mit Wasser befeuchtet. Durch die Wasserverdunstung entsteht so eine kühlende Luftschicht auf dem Fell deines Hundes. Solche Westen sind perfekt geeignet für Hunde mit dunklem Fell, ältere oder aber übergewichtige Vierbeiner, denen die Hitze besonders zu schaffen macht. 

Neben den kühlenden Westen für unterwegs gibt es auch spezielle Kühldecken für Hunde. Diese kannst du an einen schattigen, kühlen Platz in deinem Zuhause legen. Dein Hund wird es dir sicher danken!

6. Trinken, trinken, trinken!

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Trinken ist bei Hitze das A und O – das gilt für uns Menschen genauso wie für unseren Hund. Daher solltest du nie ohne eine Flasche Wasser und ein Trinkgefäß für deinen Vierbeiner das Haus verlassen. Trinkflaschen für Hunde zum Mitnehmen gibt es mittlerweile in jeder gut sortierten Tierfachhandlung. So kannst du deinen Hund zwischendurch immer wieder mit frischem Wasser versorgen und verhinderst, dass er dehydriert. 

7. Abkühlung durch Badespaß

Die meisten Hunde lieben es zu schwimmen – im Sommer ganz besonders, denn es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, um sich abzukühlen. Ist gerade kein See oder das Meer in Sicht, tut es auch ein Planschbecken im Garten oder eine große Wanne. Wer das Glück hat, einen See in der Nähe zu haben, kann den Hund mit ein paar Apportierspielen im Wasser beschäftigen. Dränge deinen Hund aber bitte nicht dazu ins Wasser zu gehen, wenn es ihm sichtlich unangenehm ist und er sich dagegen sträubt.

Egal, ob ihr gemeinsam an einem schattigen Plätzchen entspannt oder ein leckeres Wassereis genießt, diese 7 erfrischenden Tipps bringen dich und deinen vierbeinigen Freund hoffentlich auch durch die heißesten Sommertage. Einen frohen Sommer!

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