Zahnstein beim Hund

Zahnstein beim Hund erkennen und behandeln

Du glaubst, dass dein Hund Zahnstein hat? Wir sagen dir, wie du den Zahnstein sicher erkennen, richtig behandeln und ihm so den Kampf ansagen kannst! Außerdem erfährst du, wie du deinen Hund von Anfang an vor Zahnstein schützt und ihm vorbeugst.

Wie erkennst du Zahnstein bei deinem Hund?

Du solltest das Gebiss deines Hundes regelmäßig auf Verfärbungen kontrollieren. Achte zudem auf Schmerzsymptome oder Veränderungen im Verhalten deines Hundes. Wenn dein Hund beispielsweise plötzlich sein geliebtes Futter verweigert, könnte dies ein Anzeichen für Zahnstein sein. Beobachte deinen Vierbeiner ganz genau, wenn du den Verdacht auf Zahnstein hast.

Anfangs zeigen sich verfärbte, graue oder gelbliche Stellen an den Zähnen deines Hundes am Übergang zum Zahnfleisch. Aus den Verfärbungen wird mit der Zeit ein grau-bräunlicher Zahnstein, der sich rau anfühlt und den ganzen Zahn oder sogar das komplette Gebiss überzieht. Wenn der Zahnstein schon stark ausgeprägt ist, kann er auch das Zahnfleisch angreifen und entzünden oder vereitern. Du erkennst Zahnstein zudem an einem fauligen Mundgeruch.

BL Magazine 2111 Zahnstein Beim Hund (Text Zahnstein)

Wie wird der Zahnstein beim Hund entfernt?

Wenn du den Zahnstein noch nie selbst entfernt hast, solltest du dafür beim ersten Mal unbedingt einen Experten zu Rate ziehen statt selbst Hand anzulegen. So gehst du sicher, dass du deine Fellnase nicht am Zahnfleisch oder Zahnhals verletzt. Der Tierarzt (es gibt auch spezielle Fachtierärzte für Zahnheilkunde) entfernt den Zahnstein auf mechanische Weise. Oft wird der Zahnstein mittels einer Zange entfernt. Nach der ersten Zahnsteinentfernung kannst du deinen Tierarzt fragen, wie du deinen Hund zukünftig selbst von einfachem Zahnstein befreist – er wird dir gerne weiterhelfen.

Bei besonders hartnäckigem Zahnsteinbefall kommt eine Reinigung mit Ultraschall zum Einsatz. Da dies eine gewisse Geräuschbelastung für den Hund darstellt, wird die Behandulng in der Regel unter Narkose durchgeführt. Während der Narkose können auch gleich die Zahnfleischtaschen gereinigt werden, die häufig durch Nahrungsreste verstopft sind und in denen sich möglicherweise Bakterien angesammelt haben. 

Wie kannst du Zahnstein beim Hund vorbeugen?

Eine regelmäßige Zahn- und Mundhygiene ist das A und O bei der Prävention von Zahnstein oder Zahnerkrankungen bei deinem Hund. Dazu gehört auch das Zähneputzen. Gerade dann, wenn der Zahnbelag noch weich ist, kann er durch einfaches Putzen mit einer speziellen Hundezahnpasta leicht entfernt werden, bevor er zu Zahnstein wird. In der Regel genügt es, dem Hund zwei- bis dreimal pro Woche die Zähne zu putzen. Hierfür gibt es spezielle, weiche Hundezahnbürsten oder auch sogenannte Fingerlinge. Wenn du dir unsicher bist, wie das Zähneputzen bei deinem Hund funktioniert, frage deinen Tierarzt.

Du kannst noch mehr tun, um deinen Hund vor Zahnstein zu bewahren – vor allem die richtige Ernährung spielt hier eine wichtige Rolle! Zuckerhaltiges Futter sollte für deinen Vierbeiner tabu sein. Außerdem ist die regelmäßige Gabe von Trockenfutter ratsam, da durch den mechanischen Abrieb beim Kauen die Zähne ganz automatisch gereinigt werden. 

Zudem gibt es spezielle Kaustangen, Büffelhautknochen, getrocknete Rinderkopfhaut oder Ochsenziemer, mit denen der Hund sein Gebiss in Schuss hält. Außerdem hilfreich um Zahnstein vorzubeugen: Spielzeuge wie Zahnreinigungsbälle oder Kauseile. Mit ihnen kann dein Hund seine Zähne ganz von selbst und auf spielerische Art und Weise reinigen. 

Mögliche Folgen von Zahnstein

Es ist wichtig, den Zahnstein frühzeitig zu erkennen und ihm gegenzusteuern, denn so können potentielle Langzeitfolgen gar nicht erst entstehen. Breitet sich der gelblich-braune Belag aus, kann er schnell aufs Zahnfleisch und die Zahnhälse übergreifen und zu Zahnschmerzen bei deinem Liebling führen. Die Bakterien im Mund deines Hundes riechen dann nicht nur unangenehm, sie können leider auch den kompletten Organismus des Vierbeiners angreifen. Blutendes Zahnfleisch, Vereiterungen und Zahnausfall, Herzerkrankungen oder Schäden an Leber und Niere können mögliche Folgen sein. 

Aber keine Sorge, das passiert nur im Ernstfall! Wenn du regelmäßig auf das Gebiss und das Verhalten deines vierbeinigen Lieblings achtest und dich um die Mundhygiene deiner Fellnase kümmerst, kannst du solche schwerwiegenden Folgen leicht vermeiden.

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