Hund atmet schnell

Dein Hund atmet schnell: Mögliche Ursachen & Behandlung

Wenn dein Hund etwas schneller als normal atmet und vielleicht sogar hechelt, hat das meist ganz harmlose, ungefährliche Gründe. Wenn du dir jedoch Sorgen über die schnelle Atmung deines Hundes machst, findest du in diesem Artikel alle nötigen Informationen, Ursachen und Tipps zur Behandlung.

Woran erkennst du, dass dein Hund zu schnell atmet?

Normalerweise atmen Hunde ruhig, gleichmäßig und langsam mit geschlossenem Maul durch die Nase. Ob dein Hund zu schnell atmet, erkennst du daran, ob und wie schnell er hechelt oder daran, wie sich seine Rippen bewegen.

Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du die Atemzüge deines Hundes zählen – am besten, wenn er schläft, denn dann befindet sich dein vierbeiniger Freund in einem Zustand der absoluten Ruhe.

So ermittelst du die Atemfrequenz deines Hundes:

Zähle die Atemzüge eine Minute lang. Wie bereits erwähnt, kannst du sie leicht an den Rippenbewegungen erkennen, also dem Heben und Senken des Brustkorbs. Als ein Atemzug zählt ein Ein- und ein Ausatmen.

Eine gesunde, normale Atmung sollte 10 bis 35 Atemzüge pro Minute umfassen. Beobachte deinen Hund über einen gewissen Zeitraum. Wenn er normalerweise 20 Atemzüge pro Minute macht und es plötzlich 30 sind, atmet dein Hund vergleichsweise schnell.

Sind es mehr als 35 Atemzüge pro Minute, ist die Atemfrequenz deines pelzigen Freunds eindeutig zu hoch.

Dein Hund atmet schnell – mögliche Ursachen

Eine erhöhte Atemfrequenz ist unter bestimmten Umständen völlig normal. Sie tritt zum Beispiel häufig nach körperlicher Anstrengung auf, etwa nach ausgiebigem Toben und Spielen. Auch nach oder während eines Spaziergangs bei Hitze atmet ein Hund meist schneller als sonst – das ist eine völlig normale und harmlose Reaktion. Auch ein aufgeregter, gestresster oder ängstlicher Hund atmet in der Regel schneller. Wenn dein Hund sein Futter zu hastig heruntergeschlungen hat und nun unter Bauchschmerzen leidet, kann dies ebenfalls ein Grund für seine erhöhte Atemfrequenz sein.

Übrigens kann eine hohe Atemfrequenz auch genetisch bedingt sein, z. B. durch eine verkürzte Schnauze wie bei Möpsen und Co. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor ist, wenn dein Hund an Übergewicht leidet – in diesem Fall solltest du ihn vielleicht für eine gewisse Zeit auf Diät setzen oder ihn mehr an der frischen Luft bewegen. Das Einatmen von Partikeln, wie z. B. Tabakrauch, kann die Atmung ebenfalls beschleunigen. Bitte vermeide es daher vor deiner Fellnase zu rauchen (das ist so oder so nicht gesund für ihn).

Allgemein sollte sich die schnelle Atmung etwa nach einer halben Stunde wieder normalisieren. Ist dies nicht der Fall und ist die schnelle Atmung nicht auf seine Genetik oder sein Gewicht zurückzuführen, solltest du deinen Hund in den nächsten Stunden oder Tagen genauer beobachten, denn dann kann eine schnelle Atmung auch folgende Ursachen haben:

  • Hitzeschlag

  • Sonnenstich

  • Kehlkopflähmung

  • Herzerkrankung

  • Lungenerkrankung

  • Schmerzen bei einer Verletzung

  • Cushing-Syndrom (Überproduktion von Cortisol)

Dein Hund atmet schnell im Schlaf? Das könnten die Gründe dafür sein!

Oft atmen Hunde abends schneller und hecheln sogar, weil sie sich auf das Schlafengehen vorbereiten. Durch das Hecheln senkt dein vierbeiniger Freund nämlich seine Temperatur und kann besser einschlafen. Wenn dein Hund im Schlaf schnell atmet, kann das daran liegen, dass er gerade einen aufwühlenden Traum hat.

Falls dein Hund regelmäßig oder durchgängig schnell im Schlaf atmet, solltest du das lieber mit einem Tierarzt abklären und möglichen Ursachen auf den Grund gehen.

Behandlung: Was du tun kannst, wenn dein Hund schnell atmet

Wenn die schnelle Atmung keine gesundheitlichen Ursachen hat, kannst du meist einfache und schnelle Maßnahmen ergreifen, die helfen.

  • Bei Hitze:

Verlege die täglichen Gassirunden in die frühen Morgen- und späten Abendstunden, denn dann ist es draußen wesentlich kühler als in der Mittagshitze. Wenn sich dein vierbeiniger Freund in der Hitze verausgabt hat, solltest du ihn langsam abkühlen. Achte darauf, dass du ihm kein eiskaltes Wasser gibst, denn das kann zu Kreislaufproblemen führen. Lauwarmes Wasser ist ideal!

Weitere Tipps, wie du deinen Hund im Sommer vor Hitze schützen kannst, findest du in unserem Artikel "7 wichtige Tipps für Hundehalter im Sommer".

  • Bei Anstrengung:

Wenn du merkst, dass dein Hund es beim Spielen etwas übertrieben hat und völlig erschöpft ist, versuche, ihn zu beruhigen und achte darauf, ihm genügend Wasser zu geben. Ältere Hunde sollten generell weniger toben und rennen. Lass deinen Senior-Hund lieber etwas langsamer laufen und verkürze seine Trainings- oder Spieleinheiten.

  • Bei Stress und Angst:

Ist dein Hund gestresst oder ängstlich, hilft es, ihn zu beruhigen, sich neben ihn zu setzen und ihn langsam und in aller Ruhe zu streicheln. Du kannst deinen vierbeinigen Freund auch mit seinem Lieblingsspielzeug oder einem Leckerli ablenken, um die Angstsymptome zu lindern.

  • Bei Bauchschmerzen:

Wenn dein Hund nach dem Fressen oft schnell atmet, kann es sein, dass er sein Futter vor lauter Aufregung etwas zu schnell heruntergeschlungen hat und nun an Bauchschmerzen leidet. Hier können spezielle Anti-Schling-Näpfe für Abhilfe sorgen!

  • Bei langanhaltender schneller Atmung:

Wenn dein Hund über einen längeren Zeitraum und ohne erkennbaren Grund schnell atmet und hechelt, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Wenn andere Begleit-Symptome wie Erbrechen, Blutungen oder Ohnmacht auftreten, zögere keine Sekunde und bringe deine Fellnase sofort zum Tierarzt. In diesem Fall kann es sich um einen Notfall handeln!

Wie du siehst, sind die Ursachen für eine schnelle und flache Atmung oft sehr harmlos und du kannst ihr mit ein paar wenigen Tricks schnell entgegensteuern. Trotzdem solltest du die Atmung deines vierbeinigen Freundes immer genau im Auge behalten – so kannst du auch im Notfall schnell und richtig handeln.

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