Fellpflege Hund

Fellpflege beim Hund: Wie du das Fell deines Hundes richtig pflegst

Schönes, glänzendes und gepflegtes Hundefell ist nicht bloß eine Sache der Optik, sondern zudem ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes. Neben einer ausgewogenen Ernährung ist die richtige Fellpflege elementar, damit der Hund ein gesundes Fell hat. Wie aber bürstet man Hundefell richtig und worauf solltest du sonst bei der Fellpflege achten?

Die richtige Fellpflege für deinen Hund – 3 Tipps

Welcher Fellpflege es bedarf, hängt ganz von der Rasse deines Vierbeiners ab. Denn die Beschaffenheit des Hundefells kann von Rasse zu Rasse stark variieren. Grob unterscheidet man zwischen Hunden mit Kurzhaarfell und Langhaarfell. Das Fell von langhaarigen Rassen braucht oft etwas mehr Pflege als das von Hunden mit kürzerem Fell.

Zudem gibt es Vierbeiner, die ein einschichtiges Fell besitzen und Hunde mit einem zweischichtigen Haarkleid. Oft haben die wetterfesten, nordischen Rassen ein zweischichtiges Fell, d.h. sie besitzen sowohl Deckhaar als auch eine Unterwolle. Rassen wie der Labrador oder der Dobermann verfügen hingegen nur über Deckhaar. Generell bedeutet mehr Fell auch etwas mehr Aufwand.

Im Folgenden geben wir dir 3 nützliche Tipps, die du bei der Pflege des Hundefells unbedingt beachten solltest – ganz egal, ob Kurz- oder Langhaarfell und ob zwei- oder einschichtig.

Tipp 1: Das Bürsten ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege des Hundefells

Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe, warum du das Fell deines Hundes regelmäßig und ausgiebig kämmen und bürsten solltest. Wir haben dir ein paar dieser Gründe aufgelistet:

  • Die lose Unterwolle wird während des Fellwechsels entfernt.

  • Das Fell wird gepflegt und sauber gehalten.

  • Die Durchblutung wird gefördert.

  • Das Bürsten ist ähnlich angenehm für deinen Vierbeiner wie eine Massage.

  • Verfilzungen werden verhindert.

  • Deine Wohnung bleibt sauber, da dein Hund weniger Haare verliert.

  • Das Bürsten fördert die Bindung zwischen dir und deinem Hund.

  • Es ist eine gute Kontrolle, um Parasiten (Flöhe, Milben, Zecken etc.) rechtzeitig aufzuspüren und etwaige Verletzungen oder Veränderungen auf der Haut deines Hundes zu entdecken.

Gerade nach einem Spaziergang draußen im Wald oder dort, wo dein Hund über Wiesen und Gebüsch getollt ist, ist die anschließende Fellpflege unabdingbar. Sie hilft dabei, den Hund von Schmutz zu befreien und ggf. Parasiten wie Flöhe oder Zecken schnell und rechtzeitig zu entdecken. Wie du am besten reagierst, wenn dein Hund einen Zeckenbiss hat, sagen wir dir in unserem Artikel: „Zeckenbiss beim Hund - das gilt es zu beachten".

Verfilztes Fell ist also nicht nur unschön anzusehen, es kann für deinen Hund auch gefährlich werden. Spätestens dann, wenn Pilzinfektionen drohen oder die Haut nicht mehr atmen kann und Ekzeme entstehen. Eine oder mehrere Hundebürsten gehören daher zur Grundausstattung eines jeden Hundehalters. 

So bürstest du deinen Hund richtig

Du solltest eine wohltuende, schonende und hochwertige Hundebürste wählen. Ganz wichtig: Bitte verwende nur Bürsten mit abgerundeten Borsten, damit du deinen Hund nicht verletzt. Gehe stets sanft und ruhig beim Bürsten und Kämmen vor und achte darauf immer in Wuchsrichtung des Fells zu kämmen. Handelt es sich um einen Hund mit lockigem Fell (wie ein Pudel), darfst du in alle Richtungen bürsten. 

Du solltest außerdem bedenken, dass nicht jede Hundebürste auch für jedes Hundefell geeignet ist. Informiere dich vorab, welche Art von Hundebürste du für deinen Vierbeiner benötigst.

Tipp 2: Glänzendes Fell beim Hund – mit der richtigen Ernährung klappt’s

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist nicht nur für uns Menschen wichtig, sondern auch für deinen geliebten vierbeinigen Freund. Wenn du ihn mit ausreichend Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und hochwertigen Proteinen versorgst, wird das Fell deines Hundes seidig und glänzend. Eine Unterversorgung an Zink oder Vitamin E, zum Beispiel, kann hingegen zu trockener und schuppiger Haut führen.

In den meisten Fällen enthält handelsübliches Hundefutter all diese Nährstoffe bereits. Dennoch kann es sicher nicht schaden, einmal einen genauen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Um deinen Hund mit ein paar extra Nährstoffen zu versorgen, kannst du ihm zum Beispiel fischhaltiges Futter wie Lachsöl-Leckerlis reichen oder ab und zu Bierhefe-Tabletten und eine kleine Menge Leinöl unter sein Futter mischen (1-2 Esslöffel reichen aus).

Für mehr Glanz im Hundehaar kannst du zudem Kokosöl verwenden. Verteile dazu 1-2-mal pro Woche etwa einen Esslöffel des Öls auf dem Haarkleid deines Hundes und reibe es gut ein. Achtung: Das Kokosöl gehört nicht ins Hundefutter!

Tipp 3: Bade deinen Hund nur gelegentlich

Den meisten Schmutz kannst du einfach aus dem trockenen Fell deines Hundes herausbürsten. Wenn sich dein vierbeiniger Freund jedoch so sehr im Dreck gewälzt hat, dass ein Bad unumgänglich ist, verwende ein spezielles Hundeshampoo, um ihn zu baden. Es ist auf den pH-Wert der Haut deines Hundes abgestimmt und daher viel besser geeignet als das Shampoo, das du selbst verwendest. Benutze also bitte kein Shampoo, das für uns Menschen gedacht ist!

Fellpflege Hund

Du solltest auch darauf achten, deinen Hund nicht zu oft zu baden. Auch wenn es gut gemeint ist und du deinem Hund (und dir selbst) etwas Gutes tun willst, kann häufiges Baden zu Reizungen der Hundehaut und im schlimmsten Fall zu Entzündungen führen.

Wenn du deinen Hund richtig bürstest, ihn mit gesundem und vitaminreichem Futter versorgst und ihn nur ab und zu badest, wird sich das positiv auf das Wohlbefinden deines Vierbeiners auswirken. Dein Hund wird es dir danken!

Übrigens, falls du noch Tipps zum Fellwechsel benötigst, legen wir dir unseren Artikel „Fellwechsel - das musst du beachten“ ans Herz.

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